Tennisclub Rüppurr 1929 e.V.                                                        

   
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TCR-Tennistalent mit enormem Potenzial

Abiturient Erlenbusch will Karriere im College forcieren

Als sich der deutsche Tennisnachwuchs vor zwei Wochen zu den nationalen Hallen-Titelkämpfen in Essen einfand, war dieses Talente-Treffen auch für die Scouts aus aller Herren Länder ein Pflichttermin. Seither steht Luis Erlenbusch aus Bruchsal noch bei viel mehr Spähern als zuvor auf den Listen, denn der 17-jährige vom TC Rüppurr musste sich im U-18-Turnier als Nummer sieben der Setzliste erst im Finale dem Top-Favoriten Tim Sandkaulen aus Mönchengladbach mit 3:6, 2:6 geschlagen geben. „Das war mein bislang größter Erfolg“, gibt der Schüler des Karlsruher Otto-Hahn-Gymnasiums zu, der 2016 auf ein US-College wechseln wird. Unter anderem liegen dem Abiturienten, der 2015 erfolgreich auf Mauritius spielte und zu seinen interessantesten Stationen Florida, Island und Georgien zählt, Angebote von Unis aus Virginia, Texas und Florida vor. Für den zumindest sportlich Hochbegabten ist der geplante Sprung über den Großen Teich der nächste Schritt in einer Karriere, die bestenfalls in einer Profi-Laufbahn münden soll. Markus Schur vom TC Rüppurr, der Erlenbusch seit fünf Jahren trainiert, sagt: „Für Luis wäre es jetzt noch zu früh, eine Profi-Karriere zu starten. Der Weg übers College ist richtig. In drei, vier Jahren kann es dann vielleicht klappen.“ Wie bei Benjamin Becker, der ebenso eine College-Vergangenheit aufweist wie John Isner aus den USA. Sie sind für den Schlaks beispielgebend wegen ihres Werdegangs, seine Vorbilder heißen aber Roger Federer und Kevin Anderson. Der Schweizer wegen seines Lebenswerks, der Südafrikaner, aktuell Zwölfter der Weltrangliste, aufgrund seiner Spielweise. „Luis spielt ähnlich. Er hat einen guten Aufschlag und gerade Grundschläge“, sagt Schur und fügt hinzu: „Er hat ein offensives Spiel, muss aber nicht gleich auf den Punkt gehen, sondern kann sich auf seine Grundschläge verlassen. Seine größte Stärke ist aber das unglaubliche Potenzial, das es noch auszuschöpfen gilt, vor allem auch im körperlichen Bereich.“ Auch andere Trainer hätten dies beobachtet. Toni Nadal beispielsweise. Der Onkel und Trainer von Rafael Nadal verantwortet beim Stuttgarter Weissenhofturnier das Sichtungsprogramm „The Making of a Wimbledon Champion“, bei dem Luis Erlenbusch 2014 das Finale erreichte – und sich damit eine Wildcard für die Qualifikation des ATP-Rasenturniers im nächsten Jahr sicherte. Auf dieses Highlight freut sich die aktuelle Nummer 336 der Jugendweltrangliste schon, doch seine eigentlichen Ziele für die Zeit nach dem Abi und vor dem College-Start lauten Teilnahme an den Juniorenwettbewerben bei den Grand-Slam-Turnieren.


 

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